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Bio ist in Deutschland in, daran gibt es keinen Zweifel. Aber wer kann es den Leuten auch verdenken? Man hat fast das Gefühl, ein Ernährungsskandal jagt den anderen. Aktuell ist es der Dioxin-Skandal, der durch die Medien geistert und die Menschen verunsichert. Viele fragen sich: Kann ich überhaupt noch Eier und Geflügelfleisch essen? Wenn ja, worauf muss ich achten?

Die Verunsicherung ist groß – klar, dass da viele Verbraucher am liebsten nur noch auf Bio-Produkte vertrauen möchten. Dies beschert der Bio-Branche einen wahren Boom. Mit teils zweistelligen Wachstumsraten wächst das Bio-Segment schon seit mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlich wie kein anderes in der Lebensmittelindustrie. Gingen Experten zunächst von einem vergänglichen Trend aus, zeichnet sich bei der steigenden Nachfrage nach Bio-Produkten keinesfalls ein Rückgang ab. Im Gegenteil: Die immer wieder auftretenden Skandale lassen die Nachfrage – im aktuellen Beispiel nach Bio-Eiern – explodieren und sorgen für klingelnde Kassen in den vielen Biomärkten, die überall in der Republik neu entstehen.
Und auch die Motive der Käufer zeigen, dass es sich beim Thema Bio nicht um eine Eintagsfliege handelt. Die meisten Bio-Kunden sind Stammkäufer, deren Motive nicht trendgetrieben sind. Für sie ist Bio oftmals eine Lebenseinstellung. Dies zeigt auch folgende Zahl: Etwa acht Prozent der Bio-Kunden sind für ca. 60 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Betrachtet man diese Zahlen und sieht gleichzeitig, dass immer mehr Kunden auf Bio setzen – und so evtl. bald auch zu den Stammkäufern zählen – erkennt man schnell, dass in dieser Branche großes Potenzial liegt.
Sicherlich muss auch gesagt sein, dass Bio (noch) einen sehr geringen Marktanteil bei Lebensmitteln hat. So lag diesr laut Foodwatch im Jahr 2009 z. B. nur bei etwa 4 Prozent. Dennoch wird mittlerweile auch den größten Kritikern klar: Bio boomt!






